Jugendfeuerwehren Altencelle und Groß Hehlen zu Gast in Tulsa/Oklahoma

Oktober 2010


Vom Kreisbrandmeister Dirk Heindorff

In den Herbstferien machen sich die Mitglieder und Betreuer der Jugendfeuerwehren aus Altencelle und Groß Hehlen auf den Weg in Celles Partnerstadt Tulsa/USA. Mit dem Zug ging es für die aus 32 Teilnehmern bestehende Gruppe zum Frankfurter Flughafen um von dort aus in Richtung Dallas zu starten. Während des zweitägigen Aufenthaltes in Dallas wurde einiges unternommen. Den ersten Abend verbrachten wir in einem  typischen texanischen Steakhouse, wo man sich nach den Reisestrapazen erst einmal so richtig stärken konnte. Von dort aus ging es dann in eine Rodeo-Arena, wo erstmals amerikan-ische Gefühle aufkamen. Müde aber zufrieden erreichten wir das Hotel und alle hatten die Möglichkeit ein wenig zu ruhen. Am nächsten Morgen wurde die Gruppe zu eine deutsch-sprachigen Stadtrundfahrt abgeholt, an die sich die grenzenlose Möglichkeit des Geldaus-gebens in einer der zahlreichen Einkaufscentren anschloss. Ins Hotel zurückgekehrt, ließen die Jugendlichen den Tag im Schwimmbad ausklingen. Den kommenden Vormittag verbrachte die Gruppe bei der Flughafen-Feuerwehr in Dallas.

Nach einem kurzen Flug von Dallas nach Tulsa, wurde die Gruppe bereits von Mitgliedern der Flughafen-Feuerwehr Tulsa  im Ankunftsterminal in Empfang genommen. Auch unsere amerikanischen Organisatorinnen, Doris, Debbie B. und Debbie McC. erwarteten uns bereits. Mit Fahrzeugen des Tulsa Fire Department ging es zur Deutsch-Amerikanischen Gesellschaft, wo wir von unseren Gastfamilien bereits sehnsüchtig erwartet wurden und nach einem kurzen „Hallo“ gelangten wir zu den Familien, die sich für uns als „Eltern auf Zeit“ zur Verfügung gestellt hatten.

Das nun vor uns liegende Programm hatte es in sich, neben zahlreichen Museumsbesuchen und sonstigen kulturellen Veranstaltungen stand natürlich auch die Arbeit bei einer amerikanischen Feuerwehr auf der Tagesordnung. Die meisten der Teilnehmer stellten unter Beweis, das sie die Aufnahmeprüfung zum „firefighter“ durchaus bestehen könnten. Auch einen Einblick in die einzelnen Feuerwehr-Wachen wurde den Reiseteilnehmern gewährt und es war festzustellen, dass sich die Kameradinnen und Kameraden des Tulsa Fire Departments um alles Mögliche selber zu kümmern haben, das haben einige von uns so nicht erwartet. All diese Tagesaktivitäten beim Tulsa Fire Department wurden von zwei Kamerateams, einen Radiosender sowie zwei Zeitungsreportern begleitet. Noch am selben Abend wurde der Bericht im regionalen Fernsehen ausgestrahlt und die Tageszeitung widmete unserem Aufenthalt eine ganze Seite.

Auch die Freizeit kam nicht zu kurz, so wurde ein Ausflug in die Landeshauptstadt Oklahoma City unternommen, es bestand die Möglichkeit zum Angeln, es wurden original Hamburger auf dem Grill zubereitet und wir wurden zu einem amerikanischen BBQ eingeladen. Bei dieser Veranstaltung bestand die Möglichkeit, sich bei unseren Gastgebern zu bedanken. Mitgebrachte Celler Spezialitäten wurden ausgetauscht und bei einem leckeren Abendessen verging die Zeit leider viel zu schnell. Dieser Abend wird uns in sehr guter Erinnerung bleiben. Als Dank für die freundliche Aufnahme in Tulsa hat sich die Gruppe beim Oktoberfest ( eines der größten in den USA ) nützlich gemacht und hat beim Verkauf von Bratwurst und der Zubereitung von Kartoffelpuffern geholfen.

Kurz bevor die Heimreise angetreten wurde, ging es für die Gruppe in einen Kletterpark. Wie sich später herausstellen sollte, ein weiterer Höhepunkt der Reise. Hier mussten die Jugendlichen beweisen, dass sie teamfähig sind und dass man sich aufeinander verlassen kann. Die gestellten Aufgaben wurden dann auch ordentlich gelöst und zum Abschluss ging es in ein Klettergerüst, wo sich einige erst einmal überwinden mussten, sich in die Höhe zu begeben. Das klappte bei allen „Kletterwütigen“ auch hervorragend, wäre da nur nicht der Weg nach unten. Hier gab es nur die Möglichkeit, sich aus ca. 30 Meter Höhe in ein Seil einzuklinken um dann als eine Art „menschliche Seilbahn“ zu Mutter Erde zurückzukehren. Ende gut – Alles gut !

Nach aufregenden aber auch anstrengenden zwei Wochen hieß es Abschied nehmen, der bei so manchem Teilnehmer auch tränenreich gewesen ist. Nach dem Motto : „wir kamen als Fremde und gehen als Freunde“, ist der Abschied vielen sicherlich nicht ganz leicht gefallen. Durch eine ungünstige Wetterlage über Texas verzögerte sich der Rückflug nach Deutschland um fast 9 Stunden. Auch diese außergewöhnliche Situation wurde gemeistert und die Gruppe erreichte nach über 30-stündiger Rückreise sicher den Celler Bahnhof, wo die Eltern schon sehnsüchtig auf die Kinder und Jugendlichen warteten.

 

     
   
   
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